Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Personalstand leicht gestiegen

Zum 31. Dezember 2015 waren im Daimler-Konzern insgesamt 284.015 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der hohen Nachfrage nach unseren Produkten ist die Belegschaft gegenüber Ende 2014 um 1 % gestiegen. Zu Beginn des Jahres 2015 hatten wir mit einem geringfügig wachsenden Personalstand gerechnet. In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten auf 170.454 (i. V. 168.909) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und auch in den USA gab es einen Anstieg auf 24.607 (i. V. 22.833). 11.669 (i. V. 12.313) Beschäftigte waren Ende 2015 in Brasilien und 11.002 (i. V. 11.400) in Japan tätig. (Vgl. Abbildung B.42) Die Belegschaft unserer konsolidierten Tochtergesellschaften in China lag am Jahresende bei 3.155 (i. V. 2.664). In der Daimler AG waren zum Ende des Berichtsjahres 151.183 (i. V. 151.524) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

B.42 Mitarbeiter nach Regionen

Der Personalstand hat sich im Jahr 2015 in nahezu allen Geschäftsfeldern erhöht. Zuwächse gab es vor allem bei Daimler Financial Services, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans. (Vgl. Abbildung B.43) Im Rahmen der Customer Dedication Initiative sind in den Jahren 2014 und 2015 die vorher unter »Vertrieb Fahrzeuge« zusammengefassten Mitarbeiterzahlen den Fahrzeuggeschäftsfeldern zugeordnet worden. Seit dem Jahresende 2015 gilt dies auch für die konzerneigenen inländischen Niederlassungen und das weltweite Logistikzentrum Germersheim, deren Belegschaft nun bei Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses berichtet wird. Die Vergleichszahlen für 2014 wurden angepasst.

B.43 Mitarbeiter nach Geschäftsfeldern

  2015 2014 15/14
Beschäftigte (31.12.)     Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 284.015 279.972 +1
Mercedes-Benz Cars 136.941 135.553 +1
Daimler Trucks 86.391 87.628 -1
Mercedes-Benz Vans 22.639 21.598 +5
Daimler Buses 18.147 17.473 +4
Daimler Financial Services 9.975 8.878 +12
Sonstige 9.922 8.842 +12

Weltweit haben wir interne Dienstleistungen, wie beispielsweise Finanzprozesse, HR- sowie IT- und Entwicklungsaufgaben, Vertriebsfunktionen und bestimmte Standortdienstleistungen, in sogenannten Shared Service Centern gebündelt. Ein Teil dieser Shared Service Center wird aufgrund des fehlenden Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert; in diesen Gesellschaften waren Ende 2015 mehr als 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Ebenfalls nicht in der Gesamtbelegschaft des Konzerns enthalten sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen, die wir gemeinsam mit chinesischen Partnern betreiben; am 31. Dezember 2015 waren das rund 19.000 Beschäftigte.

Betriebszugehörigkeit

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Daimler-Beschäftigten lag im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau und erreichte 16,0 Jahre (i. V. 16,1 Jahre). In Deutschland waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Jahresende 2015 im Durchschnitt seit 19,4 (i. V. 19,4) Jahren bei Daimler beschäftigt, in der Daimler AG seit 19,9 (i. V. 19,8) Jahren. Außerhalb Deutschlands lag die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 10,9 (i. V. 11,0) Jahren.

Attraktive Vergütung

Wir arbeiten permanent daran, unsere hohe Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu festigen – im Unternehmen wie auch am externen Markt. Unsere Beschäftigten erhalten eine marktgerechte Vergütung sowie marktkonforme Zusatzleistungen, wie beispielsweise eine betriebliche Altersversorgung. Wir beteiligen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft. Die Daimler AG wird an ihre anspruchsberechtigten Beschäftigten im April 2016 für das Geschäftsjahr 2015 einen Betrag von bis zu 5.650 € ausbezahlen – die bis dato höchste Summe. Für das Geschäftsjahr 2014 hatten wir im April 2015 eine Ergebnisbeteiligung von 4.350 € ausbezahlt.

Hohes Mitarbeiter-Commitment

In regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen ermitteln wir, wie zufrieden unsere Beschäftigten sind und wie stark sie sich mit dem Unternehmen identifizieren. Das Feedback hilft uns, unsere Organisation und unsere Führungskultur weiterzuentwickeln. Im Benchmark-Vergleich liegt unser Mitarbeiter-Commitment klar über dem weltweiten Durchschnitt. Nach der Mitarbeiterbefragung 2014 wurden die Ergebnisse ausgewertet, Handlungspotenziale ermittelt und nachhaltige Verbesserungsmaßnahmen für das Unternehmen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgesetzt. Im Jahr 2016 wird die nächste konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt.

Mobiles Arbeiten

Moderne und flexible Arbeitszeiten werden zunehmend von Beschäftigten gefordert. Daimler hat hierzu im Jahr 2015 eine gemeinsame Initiative von Unternehmensleitung, Gesamtbetriebsrat, IG Metall und dem Fraunhofer-Institut gestartet. In einem breit angelegten Beteiligungsprozess von Beschäftigten und Führungskräften mit Befragungen und Dialogrunden wurden Erfahrungen, Regelungsbedarfe und Grenzen für mobiles Arbeiten aufgenommen. Ziel ist es, diese Erkenntnisse in einer neuen Gesamtbetriebsvereinbarung zusammenzufassen und damit die Attraktivität von Daimler als Arbeitgeber weiter zu steigern.

Zukunftssicherung Daimler verlängert

Im Sommer 2015 wurde die vorzeitige Verlängerung der Gesamtbetriebsvereinbarung »Zukunftssicherung Daimler« vereinbart. Sie beinhaltet Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Daimler AG in Deutschland schließt sie betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31.12.2020 aus. Grundlage für die neue Vereinbarung waren die lokalen Zukunftsbilder, die in den Werken der Daimler AG abgeschlossen wurden. Sie umfassen auch Investitionszusagen. Auf dieser Basis können wir Marktchancen nutzen, Nachfrageschwankungen abfedern und auch auf punktuelle Erhöhungen des Personalbedarfs reagieren.

Diversity-Management

Mit dem Statement »Unterschiedlichkeit fordern. Verbindungen schaffen. Zukunftsfähigkeit gestalten.« unterstreichen wir bei Daimler die Bedeutung von Diversity-Management als strategischem Erfolgsfaktor. Durch die unterschiedlichen Talente und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen wir die Voraussetzungen, als global agierendes Unternehmen der Vielfalt unserer Kunden, Lieferanten und Investoren zu begegnen.

Frauenanteil gestiegen

Die gezielte Förderung von Frauen unterstützen wir unter anderem mit speziellen Mentoring-Programmen, auf Frauen abgestimmten Seminaren sowie Netzwerken für Frauen. Darüber hinaus unterstützen wir Frauen und Männer bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit einer Vielzahl von Betriebsvereinbarungen, flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie Angeboten wie Kinderbetreuung und Sabbatical.

Dabei orientieren wir uns nicht nur an dem neuen Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Bereits 2006 hat sich Daimler verpflichtet, den Anteil von Frauen in leitenden Führungspositionen im Konzern bis zum Jahr 2020 auf 20 % zu erhöhen. Diese Quote ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und lag Ende 2015 bei 15,4 % (i. V. 14,1 %). Als technisch orientiertes Unternehmen haben wir bei der Zielvorgabe branchenspezifische Gegebenheiten sowie den aktuellen Frauenanteil in der Belegschaft berücksichtigt. Im Daimler-Konzern stieg der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft weltweit auf 17,3 % (i. V. 16,8 %). In der Daimler AG betrug der Anteil der Frauen zum Ende des Berichtsjahres 15,2 % (i. V. 14,9 %).

Altersdurchschnitt leicht gestiegen

Der Altersdurchschnitt unserer Beschäftigten lag im Jahr 2015 weltweit bei 42,5 (i. V. 42,4) Jahren. In Deutschland waren unsere Mitarbeiter durchschnittlich 44,0 (i. V. 43,8) Jahre alt. In der Stammbelegschaft der Daimler AG liegt der Anteil der Mitarbeiter, die 50 Jahre oder älter sind, derzeit bei rund 37 %. Dieser Anteil wird auf Basis heutiger Annahmen in den nächsten acht Jahren auf etwa 50 % anwachsen.

Grundpositionen zum Generationenmanagement vereinbart

Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat haben im Herbst 2015 gemeinsame Grundpositionen zum Generationenmanagement unterzeichnet. Sie bilden den übergreifenden Rahmen, wie sich Daimler vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ausrichten will. Wesentliche Inhalte sind Gesundheit, Arbeitsgestaltung, Führung sowie das Lernen und die Personalentwicklung. Dabei geht es um Maßnahmen, die zum einen zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Jüngeren und Älteren beitragen. Zum anderen soll die Zusammenarbeit zwischen allen Altersgruppen gezielt gefördert werden. Beispiele sind umfassende Gesundheitsprogramme und Maßnahmen zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen.

Das Daimler-Senior-Experts-Programm setzt auf den vorübergehenden Einsatz von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ruhestand. Seit Programmstart waren und sind mittlerweile rund 300 Senior Experts vorwiegend in den Bereichen Produktion, Entwicklung und IT im Einsatz. Mehr als 600 interessierte ehemalige Daimler-Mitarbeiter haben ihre Kompetenzen und ihren Erfahrungsschatz in einem Senior-Experts-Profil hinterlegt.

Nachwuchssicherung

Daimler geht bei seiner Nachwuchssicherung ganzheitlich vor. Unsere Initiative Genius vermittelt seit fünf Jahren bereits Kindern und Jugendlichen wertvolle Einblicke in Zukunftstechnologien und Berufsbilder in der Automobilindustrie. (Vgl. Gesellschaftliche Verantwortung) Zudem können sich Schulabgänger an unseren Standorten für eine technische oder kaufmännische Berufsausbildung oder für ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg bewerben. Nach dem Studium bieten der Direkteinstieg oder unser internationales Trainee-Programm CAReer attraktive Möglichkeiten, in unserem Unternehmen durchzustarten.

Ende 2015 beschäftigten wir weltweit 8.307 Auszubildende (i. V. 8.346); in Deutschland haben im Berichtsjahr 1.871 (i. V. 1.990) junge Menschen eine Ausbildung bei uns aufgenommen. Dabei richten wir die Ausbildungs- und Übernahmezahlen konsequent am Bedarf und an der künftigen Entwicklung des Unternehmens aus. Die Übernahmequote lag in Deutschland im Jahr 2015 bei 84 % (i. V. 89 %).

Mitarbeiterqualifizierung

Unsere Beschäftigten erhalten während ihres gesamten Berufslebens Qualifizierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Für die betriebliche Qualifizierung kommen dabei unterschiedliche Maßnahmen in Betracht, wie beispielsweise arbeitsplatznahes Lernen, Seminare, Workshops, der Besuch von Fachtagungen oder das Lernen mit neuen Medien. Allein in Deutschland haben wir im Berichtsjahr 126 (i. V. 121) Mio. € in die Qualifizierung unserer Beschäftigten investiert; jeder Mitarbeiter wurde im Schnitt vier (i. V. vier) Tage im Jahr qualifiziert.

Angebote zum lebenslangen Lernen, wie zum Beispiel die berufsbegleitenden Studienförderprogramme Daimler Academic Programs, investieren in die Qualifikation unserer Beschäftigten und tragen damit zur Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Belegschaft während des gesamten Berufslebens bei.

Flüchtlingshilfe

Daimler sieht sich in der gesellschaftlichen Verantwortung, bei Hilfen für Flüchtlinge einen Beitrag zu leisten. Zur Unterstützung bei der beruflichen Integration in den deutschen Arbeitsmarkt werden in den nächsten Jahren sogenannte Brückenpraktika für mehrere Hundert Flüchtlinge angeboten. Nach erfolgreicher Pilotierung mit 40 Brückenpraktikanten wird das Angebot auf 300 weitere Plätze innerhalb des ersten Halbjahres 2016 ausgeweitet. Die 14-wöchigen Praktika werden in enger Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und den lokalen Jobcentern durchgeführt; diese nehmen auch die Auswahl der Flüchtlinge mit hoher Bleibechance vor. Das Brückenpraktikum beinhaltet Deutschunterricht und Produktionseinsätze im täglichen Wechsel. Darüber hinaus werden in den nächsten Jahren an den deutschen Standorten 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge angeboten. Für weitere Hilfsaktionen. (Vgl. Gesellschaftliche Verantwortung)

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