Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2015 um 15,1 % auf 149,5 Mrd. €; bereinigt um Wechselkurseffekte war eine Zunahme um 9,0 % zu verzeichnen. Der Umsatzanstieg war vor allem auf die hohe Nachfrage nach unseren Produkten in nahezu allen Geschäftsfeldern zurückzuführen. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Abschnitt Geschäftsentwicklung des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Tabelle B.18)

B.18 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  2015 2014 15/14
in Millionen €     Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 149.467 129.872 +15
Umsatzkosten -117.670 -101.688 +16
Bruttoergebnis vom Umsatz 31.797 28.184 +13
Vertriebskosten -12.147 -11.534 +5
Allgemeine Verwaltungskosten -3.710 -3.329 +11
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten -4.760 -4.532 +5
Sonstige betriebliche Erträge 2.114 1.759 +20
Sonstige betriebliche Aufwendungen -555 -1.160 -52
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen 464 897 -48
Übriges Finanzergebnis -27 458 .
Zinserträge 170 145 +17
Zinsaufwendungen -602 -715 -16
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.744 10.173 +25
Ertragsteuern -4.033 -2.883 +40
Konzernergebnis 8.711 7.290 +19
davon      
auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 287 328 -13
davon      
Anteil der Aktionäre der Daimler AG 8.424 6.962 +21

Die Umsatzkosten betrugen im Berichtsjahr 117,7 Mrd. € und nahmen gegenüber dem Vorjahr um 15,7 % zu. Der Anstieg der Umsatzkosten war auf das erhöhte Geschäftsvolumen und infolgedessen im Wesentlichen auf höhere Materialaufwendungen zurückzuführen. Zudem stiegen die Personalaufwendungen und die Abschreibungen auf Vermietete Gegenstände und Sachanlagen. Weitere Informationen zu den Umsatzkosten enthält Anmerkung 5 des Konzernanhangs. (Vgl. Tabelle B.18)

Insgesamt konnte damit das Bruttoergebnis vom Umsatz um 12,8 % gesteigert werden.

Die Vertriebskosten erhöhten sich absatzbedingt um 0,6 Mrd. € auf 12,1 Mrd. €. Wesentliche Faktoren hierfür waren höhere Aufwendungen für Marketing und Personal. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen verringerte sich von 8,9 % auf 8,1 %. (Vgl. Tabelle B.18)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die allgemeinen Verwaltungskosten, hauptsächlich aufgrund höherer IT- und Personalaufwendungen, mit 3,7 (i. V. 3,3) Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist mit 2,5 (i. V. 2,6) % leicht gesunken. (Vgl. Tabelle B.18)

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr um 0,2 Mrd. € auf 4,8 Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle, den Vorleistungen für die Erneuerung bestehender Modelle und der Weiterentwicklung von kraftstoffeffizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien und dem autonomen Fahren. Der Anteil der Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen ging von 3,5 % auf 3,2 % zurück. Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns können dem Abschnitt »Forschung und Entwicklung« im Kapitel Nachhaltigkeit entnommen werden. (Vgl. Tabelle B.18)

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 2,1 (i. V. 1,8) Mrd. € an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Vorjahr insbesondere durch Aufwendungen von 0,6 Mrd. € im Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern mit 1,2 Mrd. € deutlich über den Aufwendungen im Jahr 2015 (0,6 Mrd. €). Weitere Informationen zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind in Anmerkung 6 des Konzernanhangs enthalten. (Vgl. Tabelle B.18)

Im Jahr 2015 reduzierte sich das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen auf 0,5 (i. V. 0,9) Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2014 verlor Daimler den maßgeblichen Einfluss auf die bisher at-equity einbezogene Finanzinvestition Tesla; aus der daraus resultierenden Neubewertung unserer Tesla-Anteile ergab sich im Jahr 2014 ein Ertrag von 0,7 Mrd. €. (Vgl. Tabelle B.18)

Das übrige Finanzergebnis verringerte sich von 458 Mio. € auf -27 Mio. €. Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf den Abgang der RRPSH-Anteile; das Geschäftsjahr 2014 enthielt hieraus einen Ertrag von 1,0 Mrd. €. (Vgl. Tabelle B.18)

Das Zinsergebnis verbesserte sich auf -0,4 (i. V. -0,6) Mrd. €. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit den Pensions- und Gesundheitsfürsorgeleistungen reduzierten sich insbesondere aufgrund geringerer anzuwendender Rechnungszinssätze. Das sonstige Zinsergebnis verbesserte sich vor allem durch das sukzessive Auslaufen höher verzinslicher Refinanzierungen. (Vgl. Tabelle B.18)

Der unter den Ertragsteuern ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 4,0 Mrd. € stieg im Wesentlichen aufgrund des verbesserten Vorsteuerergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mrd. €. Die Steuerquote lag im Berichtsjahr bei 31,6 (i. V. 28,3) %. Im Geschäftsjahr 2014 resultierte aus dem Abgang der RRPSH-Anteile zwar ein Ertrag, der im Wesentlichen steuerfrei war. Es ergaben sich aber auch steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem laufenden Kartellverfahren der EU-Kommission bei europäischen Nutzfahrzeugherstellern. Deshalb ist die Erhöhung des Vorsteuerergebnisses im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen auf normal besteuerte Ergebnisse zurückzuführen, die zu einem entsprechenden Anstieg des Steueraufwandes führten. Darüber hinaus haben in beiden Jahren zusätzliche Steuererträge beziehungsweise -aufwendungen den ausgewiesenen Aufwand für Ertragsteuern beeinflusst. Während das Geschäftsjahr 2015 Steuererträge im Zusammenhang mit der steuerlichen Veranlagung von Vorjahren und auch zusätzliche Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern beinhaltet, enthielt das Vorjahr Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern. (Vgl. Tabelle B.18)

Das Konzernergebnis erreichte 8,7 (i. V. 7,3) Mrd. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 0,3 (i. V. 0,3) Mrd. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzernergebnis betrug 8,4 (i. V. 7,0) Mrd. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 7,87 (i. V. 6,51) €. (Vgl. Tabelle B.18)

Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von unverändert 1.069,8 Mio. Stück zugrunde gelegt.

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