Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme liegt mit 88,3 Mrd. € um 3,0 Mrd. € über dem Vorjahresniveau.

Das Anlagevermögen hat sich im Jahresverlauf in erster Linie aufgrund des niedrigeren Finanzanlagevermögens um 4,5 Mrd. € auf 39,3 Mrd. € reduziert. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Verschmelzung der Daimler Luft- und Raumfahrt Holding AG auf die Daimler AG zurückzuführen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen (ohne Vermietvermögen, rund 2,6 Mrd. €) betreffen vor allem Investitionen in die Produktion der C-, E- und S-Klasse sowie Investitionen in Aggregate- und Getriebeprojekte.

Die Vorräte stiegen im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 0,7 Mrd. € auf 8,5 Mrd. €. Der Anstieg betrifft hauptsächlich fertige und unfertige Erzeugnisse und steht im Zusammenhang mit dem höheren Produktionsvolumen.

Die Forderungen, Wertpapiere und Sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 8,4 Mrd. € auf 38,3 Mrd. € gestiegen. Ausschlaggebend für den Zuwachs war vor allem der um 6,6 Mrd. € höhere Forderungs­bestand gegen verbundene Unternehmen. Die Zahlungsmittel reduzierten sich um 1,5 Mrd. € auf 1,9 Mrd. € unter anderem aufgrund der außerordentlichen Dotierung des deutschen Pensionsvermögens in Höhe von 0,9 Mrd. €.

Die Bruttoliquidität – bestehend aus Zahlungsmitteln und sonstigen Wertpapieren – lag am Bilanzstichtag mit 7,8 (i. V. 8,6) Mrd. € unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 6,6 (i. V. 3,2) Mrd. €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus geringeren Zuwendungen in das Pensionsvermögen. Zudem wirken der im Vergleich zum Vorjahr geringere Vorratsaufbau sowie das gestiegene operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2015 mittelerhöhend.

Aus dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Mittelabfluss von 4,2 (i. V. 1,3) Mrd. €. Der gestiegene Mittelabfluss begründet sich in höheren Investitionen in Finanzanlagen. Zudem hatte der Verkauf der Anteile an der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit im Vorjahr positiv beeinflusst.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit weist im Berichtszeitraum einen Mittelabfluss von 3,9 (i. V. 3,2) Mrd. € auf. Der Rückgang erklärt sich aus dem höheren Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem konzerninternen Verrechnungsverkehr im Rahmen des zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements. Gegenläufig wirkt sich die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Aufnahme von externen Finanzierungsverbindlichkeiten mittelerhöhend aus. Im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 mit 2,6 Mrd. € enthalten.

Das Eigenkapital nahm im Berichtsjahr um 1,1 Mrd. € auf 38,2 Mrd. € zu. Der Zuwachs steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Jahresüberschuss 2015, von dem in Übereinstimmung mit § 58 Abs. 2 AktG 0,3 Mrd. € den Gewinnrücklagen zugeführt wurden. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 43,3 (i. V. 43,5) %.

B.37 Bilanzstruktur der Daimler AG

  31.12. 2015 31.12. 2014
in Millionen €    
     
Aktiva    
Anlagevermögen 39.259 43.772
Vorräte 8.503 7.846
Forderungen, Wertpapiere und sonstige Vermögensgegenstände 38.341 29.985
Zahlungsmittel 1.925 3.399
Umlaufvermögen 48.769 41.230
Rechnungsabgrenzungsposten 257 256
  88.285 85.258
     
Passiva    
Gezeichnetes Kapital 3.070 3.070
(Bedingtes Kapital 500 Mio. €)    
Kapitalrücklage 11.480 11.480
Gewinnrücklagen 20.169 19.891
Bilanzgewinn 3.477 2.621
Eigenkapital 38.196 37.062
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.931 1.391
Übrige Rückstellungen 11.811 10.470
Rückstellungen 13.742 11.861
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.098 5.412
Übrige Verbindlichkeiten 30.654 30.379
Verbindlichkeiten 35.752 35.791
Rechnungsabgrenzungsposten 595 544
  88.285 85.258

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 1,9 Mrd. € auf 13,7 Mrd. € gestiegen. Dies war im Wesentlichen auf die absatzbedingt gestiegene Garantierückstellung zurückzuführen. Zudem resultiert der Anstieg aus den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Hier hat sich der gesunkene Diskontierungszinssatz niedergeschlagen. Gegenläufig hat sich die außerordentliche Dotierung von 0,9 Mrd. € in das deutsche Pensionsvermögen reduzierend ausgewirkt. Weiterhin bestanden höhere Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich.

Die Verbindlichkeiten liegen mit 35,8 Mrd. € auf Vorjahresniveau.

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